Willkommen bei der Schweizerischen Greina-Stiftung

Das neue Jahr verspricht energiepolitisch brisant zu werden. Nachdem die
Energiestrategie 2050 durch das Volk angenommen wurde, stehen nun
verstärkt die einzelnen Massnahmen im Fokus. Schafft es die Schweiz
neue Wege einzuschlagen und sinnvolle Alternativen zu finden, um die
künftige Energieversorgung sicherzustellen? Oder verfallen wir wieder in
alte Denkmuster und Lösungsversuche, die zum Scheitern verurteilt sind?

Mit dem Inkrafttreten des Gewässerschutzgesetzes am 01.11.1992 entstand in der Schweiz die Verpflichtung bei neuen Wasserkraftanlagen Restwasser in den Flüssen und Bächen fliessen zu lassen. Die bis dahin erteilten Konzessionen schrieben in der Regel  keine oder ungenügende Restwassermengen vor.

Die Schweizer Gletscher schwinden.1979 zählten wir 2‘150 Gletscher, heute noch 1‘400. Dabei war die Gletscherschmelze seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie so stark wie in den letzten Jahren, wie die weltweit längste Messreihe (102 Jahre) auf dem Glarner Chlaridenfirn zeigt: Sechs der acht extremsten Schmelzjahre sind nach 2008 datiert. Gleichzeitig jagt in der Automobilindustrie ein Skandal den nächsten.

Aus Umweltschutzsicht ist das Energiegesetz (EnG) nicht optimal. Denn die Fördergelder werden nicht dort eingesetzt, wo sie die grösste Wirkung erzielen. Anstatt Minergie-P-Sanierungen zu fördern und so die 80% Energieverluste im Gebäudesektor (ca. 100 TWh/a) zu senken, werden Kleinwasserkraftwerke gebaut, obwohl diese mit ca. 1 TWh/a nur 0.4% zur Schweizer Gesamtenergieversorgung beitragen.

Quelle: Herbert Maeder

Das Schweizer Stimmvolk hat mit 58% Ja-Stimmen klar entschieden: Es will den Verbrauch an nicht erneuerbaren Energien senken, die Energieeffizienz erhöhen und erneuerbare Energien fördern.

Die Annahme des revidierten Energiegesetzes (EnG) ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Energiewende. Aus Umweltschutzsicht ist das Gesetz aber noch nicht optimal...